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Tirol und Bokschan / Bocsa in Rumänien Oktober 2007
Mittwoch, 09.10.2007 Heute ist Start nach Tirol, gestern wurde bereits alles Mögliche im Womo verstaut; Werkzeug, Bügelmaschine, Mikrowelle, Handcreme….. Wir fahren von Mucsi nach Szeged, und gehen Einkaufen: 40 kg Teigwaren, 20 kg Margarine, 20 kg Wurst, 110 kg Waschpulver ….bis der letzte Winkel in unserem Fahrzeug ausgefüllt ist. Nicht dass jetzt jemand meint, wir wollten in den Karpaten überwintern. Es handelt sich um Gastgeschenke für die Missionsschwestern in Tirol in Rumänien und das Projekt Straßenkinder in Bocsa von unserem Verein Konvoi der Hoffnung e.V. (www.konvoi-der-hoffnung.de) in Oberhausen-Rheinhausen, Landkreis Karlsruhe. Näheres hierzu liest man am besten im Reisebericht vom April 2007. Am Abend eifriges Ausladen (unsere Betten sollen nachts bestimmungsgemäße Verwendung finden!), danach ein warmes Abendessen im kleinen Kloster und viel zu Erzählen, was sich im letzten halben Jahr alles zugetragen hat Am nächsten Morgen werden wir noch ein geschlachtetes Schaf bekommen, das wir beim örtlichen Züchter vorbestellt hatten.
Donnerstag, 10.10.2007 Heute haben wir einen Termin im Straßenkinderheim in Bocsa. Hier werden rund 70 Kinder tagsüber betreut, bekommen zu Essen, machen Hausaufgaben, spielen und haben eine auch im Winter beheizte Bleibe. Die Zustände bei den Kindern zuhause sind schlicht menschenunwürdig. Und ob sie dort Hausaufgaben machen dürften? Vermutlich nicht. Aber diese Kinder wollen Lernen! Doch im Heim sieht es schlimm aus. Das Gebäude wurde zwar vertraglich für einen Zeitraum von dreißig Jahren von der Gemeindeverwaltung für dieses Projekt unkündbar zur Verfügung gestellt. Doch Geld für eine Sanierung gibt es nicht. Bezahlt wird auch der Lohn für die Köchin und die Leiterin des Heimes. Dieser Lohn ist allerdings so großzügig bemessen, dass die Leiterin im Sommer für drei Monate als Altenpflegerin nach Spanien arbeiten geht, damit für das ganze Jahr genügend finanzielle Mittel vorhanden sind. Und die gesamten Lebensmittel werden aus Spenden finanziert, für die 70 Kinder im Heim und weitere 30 Portionen täglich, die abgeholt werden. Da reichen die 40 kg Teigwaren noch nicht einmal für eine Woche. Die Küche hat eine Größe von 6,9 m². Darin wird vorbereitet, gekocht und gespült. Und da nur eine Person darin stehen kann, sind die Wege zwar kurz, aber die ganze Arbeit muss auch von einer Person erledigt werden. Die Köchin wäscht übrigens auch die Tisch- und Küchenwäsche für das Heim; und zwar am Feierabend zuhause mit der Hand, deshalb die eingangs erwähnte Bügelmaschine. Die Waschmaschine fehlt allerdings immer noch. Der Wasch- und Toilettenraum sieht ebenso heruntergekommen aus. Die Leiterin erklärt uns, dass neue Toilettenschüsseln vorhanden wären und nächste Woche montiert würden, damit nicht immer das Wasser aus den undichten Stellen über den Boden laufen würde. Mehr Geld hätten Sie aber nicht. Wir sagen spontan zu, dass dem nächsten Transport Farbe mitgegeben wird, um die Räumlichkeiten neu zu streichen. Auch ein Stahlwaschbecken für den Putzeimer wird mitkommen. Ein größeres Problem stellen allerdings die Fenster dar. So ziemlich alle Fensterrahmen sind beschädigt oder fallen bei Berührung auseinander, Glasscheiben fehlen, das eine oder andere Fenster lässt sich überhaupt nicht mehr schließen. Als Soforthilfe sind hier vier neue Fenster für die Sanitärräume (Isolierverglasung, 97 cm breit, 84 cm hoch) erforderlich, denn der Winter steht unmittelbar bevor. Für die großen Fenster an den beiden Aufenthaltsräumen regen wir an, einen örtlichen Glaser- oder Schreinermeister die Sache besichtigen zu lassen und eine Kostenermittlung durchzuführen, damit nochmals eine notdürftige Reparatur stattfindet. Aber ausgetauscht werden sollten diese acht Fenster, die immerhin eine Größe von 2,25 m breit und 1,75 m hoch haben, ebenfalls. ----------------------------------------------------------------------------------------- Eigentlich wollten wir nach diesem Teil der Reise weiterfahren in die Berge. Doch der Wetterbericht läßt uns schaudern. Am Wochenende soll es ab ca. 1.000 m Höhe in den Bergen schneien. Wir entschließen uns deshalb, die verbleibenden Tage in einem ungarischen Thermalbad zu verbringen. Zunächst geht die Fahrt nach Tótkomlós. Doch bei dem schönen Bad mitten im Städtchen gibt es keinen Campingplatz. Also weiter nach Nagybánhegyes. Das kleine Bad ist geschlossen, Öffnungszeiten nur freitags, samstags und sonntags von 12.00 - 21.00 Uhr. Zudem wird gebaut und das Dach fehlt. Wir überlegen uns schon, ob wir weiterfahren wollen, als von der Pizzeria nebenan ein Mann gelaufen kommt. Er bedeutet uns in die kleine Straße neben dem Bad einzubiegen und öffnet das Tor zu einem Campingplatz. Hier stehen schon einige Wohnwagen und Wohnmobile. Wir erfahren, dass die Öffnungszeiten nur für Tagesgäste gelten und für die Bewohner des Campingplatzes das Bad immer (!) geöffnet ist. Schließlich gibt es einen eigenen Schlüssel dafür.
Freitag, 11.10. - Mittwoch, 17.10.2007 Die Sonne scheint, nachts wird es aber doch schon empfindlich kalt. Morgens liegt Reif auf dem Rasen. Doch das stört uns alles nicht, wir gehen in das Thermalbad. Selbst nach Einbruch der Dunkelheit wird mit Kerzenbeleuchtung gebadet.
Donnerstag, 18.10.2007 Die Rückfahrt nach Mucsi wird angetreten, denn heute abend ist wieder Chorprobe beim Deutschen Chor von Högyesz, und ohne Chorleiter geht das nun mal nicht. ----------------------------------------------------------------------------------------- Wenn Sie die Arbeit des Vereins Konvoi der Hoffnung e.V. (www.konvoi-der-hoffnung.de) mit einer Geld- oder Sachspende unterstützen wollen, finden Sie die notwendigen Angaben, auch für internationale Überweisungen, auf der Homepage des Vereins. Da Überweisungen von außerhalb der Europäischen Union (EU) teilweise recht hohe Kosten verursachen, gibt es auch die Möglichkeit des Geldtransfers mit Hilfe der Bank Moneybookers Ltd, London. Hier beträgt die Überweisungsgebühr nur 1 % des überwiesenen Betrags, maximal jedoch 0,50 €. Jedoch fallen ggfs. Gebühren für den Spender an. Weiterhin möglich ist der internationale Geldtransfer von außerhalb der EU mittels PayPal, Gebühren für den Einzahler fallen regelmäßig nicht an, jedoch muss der Verein Kosten in Höhe von 3,9 % des erhaltenen Betrags übernehmen. Zahlungen sind bei beiden Firmen an die e-mail Anschrift des Vereinskassiers zu richten. Bitte entnehmen Sie diese Anschrift der Kontaktseite des Vereins.
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